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FR bricht auf zu neuen Ufern

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Mit dem Schiff auf die andere Main-Seite - ein Teil der FR-Mannschaft beim Umzug.
Mit dem Schiff auf die andere Main-Seite - ein Teil der FR-Mannschaft beim Umzug. © FR

Verlag und Redaktion beziehen das "Colosseo" in SachsenhausenEinen "großen Tag für die Frankfurter Rundschau" nannte es Geschäftsführer Hans Peter Volz. Nach 51 Jahren in der Innenstadt zog die FR ins "Colosseo"-Gebäude im Deutschherrnviertel in Sachsenhausen um. Hier, am Walther von Cronberg-Platz, wird sie mindestens drei Jahre bleiben.

Frankfurt · 15. Juli · Nach dem endgültigen Standort für ein neues Verlagsgebäude wird noch gesucht - im Gespräch ist derzeit das Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots am Südbahnhof. Aber schon das "Colosseo", Walther von Cronberg-Platz 2-18, ist für die traditionsreiche Zeitung ein neuer Anfang in mehrfacher Hinsicht.

Mehrere Hundert Mitarbeiter zogen am Freitag, begleitet von der Band der Waldorfschule Bad Nauheim, per Schiff und zu Fuß vom Eschenheimer Turm zum "Colosseo". Dort begrüßte sie Bürgermeister Achim Vandreike (SPD) im Rahmen einer kleinen Feier.

Vandreike überreichte unter Beifall den Geschäftsführern des Druck- und Verlagshauses Frankfurt (DUV), Hans Peter Volz und Jens Berendsen, einen symbolischen Schlüssel für das neue Gebäude.

Vandreike sprach von einem "schönen Tag für Frankfurt". Er erinnerte an das "lange Ringen" um den Verkauf des alten FR-Geländes Große Eschenheimer Straße 16-18 an den niederländischen Projektentwickler MAB. Am Freitag erhielt MAB von der Stadt die erste Teilbaugenehmigung für die Errichtung des großen Einkaufszentrums FrankfurtHochVier. MAB hatte angekündigt, das alte Rundschauhaus schon im August abzureißen. Freilich lag der städtischen Bauaufsichtsbehörde am Freitag noch nicht einmal ein Abrissantrag vor.

Die 330 FR-Mitarbeiter, die umziehen, blickten gestern nach vorne - etliche nahmen schon das neue gemietete "Colosseo"-Gebäude in Augenschein. Dort wird am morgigen Sonntag mit neuen Computern und neuer Einrichtung zum ersten Mal eine Zeitung produziert. Die fünf Stockwerke, auf denen sich Verlag und Redaktion verteilen, wurden renoviert.

Der Bürgermeister zeigte sich nach einem Rundgang vom "tollen Haus" beeindruckt. Geschäftsführer Volz sah trotz "Wehmut" auch "enorme Chancen" für die FR - wirtschaftlich wie publizistisch - nach einem schwierigen Restrukturierungsprozesss, der 2001 begonnen hatte. FR-Chefredakteur Wolfgang Storz hieb in die gleiche Kerbe: "Dieser Umzug ist in jeder Hinsicht das Symbol für eine Stabilisierung und für eine gute Zukunft." Die FR-Redaktion werde jetzt bessere Arbeitsbedingungen vorfinden, die Zeitung habe an Reichweite zugelegt. "Wir werden publizistisch wieder stärker."

Die Umzugs-Fachleute hatten am Freitag eine logistische Meisterleistung. Nicht weniger als 8000 Umzugskisten hatten die Mitarbeiter von Verlag und Redaktion in den zurückliegenden Tagen gepackt - die wurden Stück für Stück von der Großen Eschenheimer Straße zum Walther-von-Cronberg-Platz geschafft und dort auf die neuen Räume auf fünf Stockwerken verteilt.

Mehr zum Umzug der Frankfurter Rundschau finden Sie hier: In eigener Sache